Samstag, 19. März 2016 – Sonntag, 24. April 2016

amivalence of dawn - vom Prinzip der Verheissung

  • Manuel Schneider „Are you there it`s me“ 2015
  • Mika Taanila „Futuro – a new stance for tomorrow“ 1998
  • Aida Kidane, Asmara 1

Kuratiert von Nicolas Kerksieck

Die neue Ausstellung spannt einen Bogen zwischen den gesellschaftlichen und technologischen Utopien der 1960er Jahre und deren Rezeption und Implikation heute. Es wird im Spiegel zeitgenössischer Kunst die Frage gestellt, welche Rolle Utopien und Visionen heute spielen und wie diese im gesellschaftlichen Diskurs angewendet werden im Hinblick auf eine mögliche Zukunft.Die Euphorie des technologisch Machbaren, wie sie beispielsweise nach der ersten Mondlandung noch vorherrschte, ist heute einer Skepsis gegenüber visionären Grossereignissen gewichen. Zu viele Nebenwirkungen, Brüche und Uneinlösbarkeiten brachten jene scheinbar gloriosen Verheissungen mit sich. Ein wichtiges Merkmal der Gegenwart ist die Erkenntnis der Vielschichtigkeit und Ambivalenz von Ereignissen. Der Glaube an eine alleingültige Utopie, an eine unbefragte Richtigkeit - sei sie religiöser, politischer oder technologischer Natur - erscheint uns heute als weitaus schwieriger anzunehmen. Aus diesem Grund ist die Ausstellung zum 30. Jahrestag der Explosion des Space Shuttles Challenger und der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl angesetzt.

 „ambivalence of dawn – vom Prinzip der Verheissung“ zeigt künstlerische Positionen, die solche visionären Verheissungen in sich tragen oder diese dokumentieren, wie die Arbeit „Futuro – a new stance for tomorrow“ von Mika Taanila. Der finnische Künstler dokumentiert die von Matti Suuronen entworfenen und gebauten Futuro Homes, die einen visionären Schritt des gekapselten Wohnens in aerodynamisch raumschiffähnlicher Formgebung verkörpern und damit ein Lebensgefühl der 1960er Jahre widerspiegeln. Konrad Zuse, der Erfinder und Erbauer des ersten funktionsfähigen Computers, malte Bilder, deren Dynamik und Expressivität seine persönliche Vision zukünftig urbanen Lebens veranschaulichen. Der junge Basler Künstler Manuel Schneider zeigt Apparaturen, die scheinbar wissenschaftliche Erkenntnisse veranschaulichen, sich jedoch jeder rationalen Zugänglichkeit widersetzen und somit auch jenem Gefühl der Ambivalenz und Unsicherheit Raum geben.. Die Ausstellung geht der Verheissung und ihren Triebkräften nach, zeichnet aber in einem direkten Bezug zur Gegenwart auch die Grenzen jener Aufbrüche nach.

Aida Kidane (*1979, Eritrea), Angela Cerullo& Giorgio Bloch (*1982/1981, Schweiz), Manuel Schneider (*1991, Schweiz), Mika Taanila (*1965 Finnland), Konrad Zuse (1910 – 1995 Deutschland), Kristian von Bengtson from Copenhagen Suborbitals (Raumfahrtentwicklungskollektiv seit 2008, Dänemark)

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