Teilchenparadies

16. Januar bis 1. März 2015
bblackboxx no border academy (arar), Gisela Gauss, Caroline von Gunten, Ariane Koch/Sarina Scheidegger, Philip Loskant, Christoph Schreiber, Johann Gottfried Steffan, Monica Studer/Christoph van den Berg, Eberhard Tröger

Kuratiert von: Nicolas Kerksieck

Sehnsucht ist urmenschlich und global verbreitet. Sehnsucht als das Ideal des richtigen Lebens, das jedoch, um nach den Worten Peter Strassers zu sprechen, „unerreichbar nahe“ ist. Dieses bittersüsse Empfinden beschreibt, zunächst allgemein gefasst, den Unterschied zwischen dem Hier und Jetzt und dem Glauben an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit einen besseren Zustand erreichen zu können.

Die Ausstellung „Teilchenparadies“ im Kunstraum Riehen ist ein Sehnsuchtsort und Paradoxon an sich. Diese Ausstellung versucht einerseits diesem scheinbar widersprüchlichen Empfinden des Bittersüssen, des unerreichbar Nahen nachzuspüren und andererseits Vollkommenheit im Einzelnen, Individuellen, im Subjektiven zu suchen. Wir erproben die völlige Hinwendung und Weltumfassung im Fragment, im Teilchen.

Ausstellungsansicht Gartensaal, Fotografie © Viktor Kolibàl

Ausstellungsansicht Gartensaal, Fotografie © Viktor Kolibàl

Grill-Art

21. März bis 26. April 2015

FOODCULTURA:  Montse Guillen, Alfonso Borragan und Miralda,
Robert Chambers, Alex James, Tilla Künzli, Johannes Willi


Kuratiert von: Sue Irion und Dominique Mollet

Gesunde, ausgewogene, richtige, ressourcenschonende Ernährung wird immer mehr zum gesellschaftlichen Thema. Biolabels und Functional Food sollen dafür sorgen, dass wir unseren Körper optimal erhalten; die Kalorien werden ebenso gezählt wie die richtige Dosierung und daneben sucht die Molekularküche nach neuen Geschmackserlebnissen. Dieser ganzen kontrollierten Essensaufbereitung steht das Grillieren gegenüber, das wachsende Beliebtheit erfährt. Kaum wärmen die ersten Sonnenstrahlen die Luft im Frühling, strömen Heerscharen von Hobbyköchen an die Flussufer und die Wälder und stellen ihre Gas-,  Holz- oder Kohlegrills auf. Gegrillt wird alles vom Filet bis zur verkohlten Wurst. Gesundheit und ausgewogene Ernährung stehen hier im Hintergrund, das Essen macht Spass, bringt Freunde zusammen und wird zum gesellschaftlichen Höhepunkt. Es mahnt an einen Protest gegen vernünftiges, ausgeklügeltes Essen, das vielleicht zwar besser sein mag, dem aber die Emotionen fehlen; das heisst Low Culture gegen High Culture, ein Ausbruch aus einer überreglementierten Welt. Der Genuss, die Opulenz und die Freude am ungehemmten Essen sind abhanden gekommen und provozieren diese Gegenbewegung. Die Ausstellung „Grill-Art“ befasst sich mit diesem Phänomen, sie setzt sich künstlerisch mit dem Thema Essen auseinander, von der opulenten Inszenierung über die Molekularküche bis zu den Anfängen der Essensaufbereitung, seit der Entdeckung des Feuers, dem Grillieren.

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Foodcultura, In case of Fire, 2015, Fotografie © Viktor Kolibàl

Foodcultura, In case of Fire, 2015, Fotografie © Viktor Kolibàl

Nietzsche, Cyclists and Mushrooms

23. Mai bis 28. Juni 2015
Sprache in der zeitgenössischen Kunst nach der ikonischen Wende
Said Afifi, Meris Angioletti, Dominique Koch, Salomé Voegelin & David Mollin

Kuratiert von: Heidi Brunnschweiler

Der sogenannte "pictorial" oder "iconic turn" in Kulturtheorie (W.J.T. Mitchell) und Kunstwissenschaft (G. Boehm) leitete zu Beginn der 1990er–Jahre eine Wende zum Bild ein. Nach Jahren der Vorherrschaft des Sprachlichen wurde eine Aufwertung des Bildes als Erkenntnisgrösse verlangt. Fortan standen Kunstformen, die mit vorzüglich visuellen Mitteln operierten, im Zentrum.  Heute, zwanzig Jahre später, lässt sich eine verstärkte Beschäftigung mit Sprache in der Gegenwartskunst beobachten. Gattungsgrenzen sind durchlässig geworden, was text- und bildbasierte Praktiken gleichberechtigt auftreten lässt. Zeitliche Ausstellungsformen haben Sound Art oder Sprach-Performances akzentuiert. Ein figurales oder bildnerisches Moment  in der Sprache wird zudem öfter betont.  Die Ausstellung geht unterschiedlichen Verwendungsweisen von Sprache in der Gegenwartskunst nach und fragt nach dem möglichen Einfluss der ikonische Wende. Was hat sich dadurch gegenüber früheren Formen sprachorientierter Kunst verändert und was wird allenfalls neu betont?
 

Busch, Serkin, Reger, Riehen

1. August bis 6. September 2015
In Zusammenarbeit mit: Max-Reger-Institut Karlsruhe, kuratiert von Jürgen Schaarwächter
Die Ausstellung wird veranstaltet in Zusammenhang mit dem Festival Klangraum Riehen Marlboro (23. bis 31. August 2015)

Im Januar 1909 spielte Adolf Busch dem Komponisten Max Reger (1873–1916) auswendig dessen Violinkonzert A-Dur op. 101 vor. Der Komponist war begeistert und konzertierte schon bald regelmäßig mit dem jungen Geiger; seine letzte große Konzertreise absolvierte Reger mit Busch, den er als eine Art musikalischen Ziehsohn empfand und dem er seine letzte, unvollendet gebliebene Komposition widmen wollte. Busch wie auch sein Schwiegersohn Rudolf Serkin blieben Regers Schaffen zeitlebens intensiv verbunden. Am Vorabend des Reger-Zentenariums 2016 ist dies Anlass genug, die unterschiedlichsten Verbindungslinien zu erkunden.

 

O.T.

2. Oktober bis 96 November 2015

Kuratiert von: Kiki Seiler-Michalitsi

Die Gruppenausstellung führt Künstlerpositionen zusammen, die sich trotz Verschiedenheit in der künstlerischen Praxis und im künstlerischen Verhalten in einer Ausstellung begegnen, in welcher sowohl das spezifisch Eigene, wie auch das unvermeidlich Gemeinsame zur Darstellung gelangen. Indem sich die Ausstellung während ihrer  Entstehungszeit fortwährend neu generiert und neu erfindet, mutiert sie zu einem Versuchsmodell von offener Dimension.

Regionale 16

ab 29. November 2015

Kuratiert von: Kiki Seiler-Michalitsi

Was vor Jahren als Weihnachtsausstellung der Basler Künstlerinnen und Künstler begann und sich heute als grenzüberschreitendes Forum für zeitgenössische Kunst aus der Dreiländer-Region, als Regionale etabliert hat, ist weiter gewachsen und zur wichtigen, begehrten, mit Spannung erwarteten Veranstaltung geworden. In unterschiedlichen Konzepten und Programmen wird künstlerisches Schaffen aus einer begrifflich weitgefassten Region, sowie von internationalen Gästen des internationalen Austauschprogramms der Christoph Merian Stiftung präsentiert - ein künstlerisches Schaffen, das 16 Veranstalter jenseits aller Divergenzen verbindet und geographische Grenzen in durchlässige Territorien verwandelt.

Die Vielfalt der Produktion zeigt sich in den Bereichen Malerei, Fotografie, Video- und Objektkunst, Raum- und Wandinstallation. Die Regionale möchte ein Spiegel des Aktuellen, der Vielfalt, des lustvollen und kompetitiven Zusammenkommens für Kunstschaffende, Veranstalter und Publikum sein.

Kunst Raum Riehen | Im Berowergut, Baselstrasse 71 | 4125 Riehen | Tel. +41 (0)61 641 20 29 | E-Mail: kunstraum@riehen.ch  | www.kunstraumriehen.ch