Regionale 14

The Karlsruhe Connection and other Stories
30. November 2013 bis 5. Januar 2014

Kuratiert von: Kiki Seiler-Michalitsi

Seit längerem verfolgt der Kunst Raum Riehen mit grosser Aufmerksamkeit Junge Kunst von Studierenden an der Kunstakademie Karlsruhe und stellt sie regelmässig im Kontext mit Künstlerarbeiten aus der gesamten Regio im Rahmen der «Regionale» Ausstellung aus. Die diesjährige Ausstellung vereint Künstlerwerke, die im Neuen das angeeignete Klassische, den postmodernen Umgang mit Fotografie, die Beschäftigung mit Bildnis und Künstlerportrait, bzw. mit dem gemalten, dem konstruierten oder dem fotografischen Bild erahnen lassen. Anthropomorphes trifft auf Amorphes, auf Abstraktes, auf dadaistisch anmutende Bildgestaltungen.

Künstlerinnen und Künstler:
Benjamin Appel, Kyra Beck, Omar Alessandro Blangiardi, Ralph Bürgin, Martin Chramosta, Christoph Eisenring, Pawel Ferus, Katrin Fuchsloch, Arthur Gepting, Bo Hyun Gu, Rodrigo Hernandez, Daniel Karrer, Jeannice Keller, Simon Krebs, Vincent Kriste, Bianca Pedrina, Uta Pütz, Joel Roters, Christian Schmid, Julia Steiner, Jens Stickel, Claire Zumstein

Georg Gatsas, Violette II, 2013

Georg Gatsas, Violette II, 2013

Tobias Spichtig, The Distance between Hi and High, 2013

Tobias Spichtig, The Distance between Hi and High, 2013

cyan, yellow, and violette

Georg Gatsas│Tobias Spichtig
27. September bis 3. November 2013

Kuratiert von: Kiki Seiler-Michalitsi

Georg Gatsas (*1978, Grabs) und Tobias Spichtig (*1982, Luzern) stellen zum ersten Mal gemeinsam in einer Ausstellung aus.

Das künstlerische Schaffen des in der Schweiz (Waldstatt) und im Ausland lebenden, international wirkenden Fotografen, Filmers, Installationskünstlers, DJ-Performers, Kurators und Berichterstatters Georg Gatsas entsteht aus einem sich stets erweiternden Netzwerk von Musikern, Literaten, Künstlern und Schauspielern, Akteuren einer grösstenteils subkulturellen internationalen Musik- und Kunstszene.

Mittels seiner Kamera entstehen in der Schweiz und auf Streifzügen durch Weltmetropolen (New York, London, Wien) Fotografien und Installationen, die das Format der Fotografie, den Begriff des Fotografischen Portraits erweitern. In «Schnappschuss-Ästhetik», analog, in Schwarz-Weiss oder in Farbe entstehen Stadt-Landschaften und Menschen-Portraits, die von parallelen Welten, von parallelen Wirklichkeiten handeln. Es sind unverstellte, fernab des Gekünstelten, authentisch und gegenwärtig wirkende Momentaufnahmen, zeitprägende Zeugnisse von berührender Schlichtheit, die zugleich Intimität und Spannung erzeugen.

Konzeptuelles, sparten- und medienübergreifendes vernetztes Denken prägt die Arbeit des in Zürich lebenden Künstlers Tobias Spichtig. In seinen Video- und Bild-Arbeiten manifestiert sich nicht nur eine kritische Betrachtungsweise des Betriebsystems Kunst, sondern vor allem ein eigenständiger Umgang mit vorhandenen und selbsterzeugten Bildern. Elegische Bilder, Bildmaterialien aus früheren Kunstrichtungen (Konstruktivismus, Minimalismus, Konzeptkunst), sowie theoretische Überlegungen zu Bildender Kunst, Mode-Design, Pop-Kultur und Politik bilden dabei den Kern einer stetigen Auseinandersetzung, die die Frage nach dem ikonischen Bild, nach seiner Konstruktion und Bedeutung, nach der wachsenden Präsenz digitaler Bilder in der heutigen Kunstproduktion immer wieder neu aufwirft. Dies führt zu Werkgruppen, in welchen das angeeignete, neu inszenierte Historische und das Gegenwärtige zu eigenständigen Bild- und Objektgestaltungen mutieren, die von Zeitlichkeit, von Nostalgie und Narration handeln und sich im «Verfransen der Gattungen», im Transmedialen (Fotografie/Malerei, Skulptur/Modedesignobjekt) neu definieren.

In der Ausstellung werden Werke zweier Künstler vorgestellt, die unterschiedlichen Strategien und Herangehensweisen im Umgang mit dem Fotografischen, resp. mit der konzeptuellen Fotografie thematisieren.

Dank an: george foundation, Stanley Thomas Johnson Stiftung, Dr. Georg & Josi Guggenheim Stiftung, Kanton St. Gallen Kulturförderung, videocompany.ch

 

Busch und Serkin in Riehen

12. August bis 8. September 2013

Kuratiert von: Tully Potter und Egidius Streiff

Adolf Busch und Rudolf Serkin gründeten während der Kriegsjahre ein Musikfestival in den USA, das sich zum weltberühmten Marlboro Music Festival entwickelt hat. Aber was wäre, wenn Adolf Busch in Riehen geblieben wäre? - Das schweizerische Musikleben würde sich heute anders anhören.

Diesem «anders» wollen wir kreativ nachspüren: Der bekannte britische Musikwissenschaftler Tully Potter und der Basler Geiger Egidius Streiff gestalten den Kunst Raum als Klangraum zwischen Riehen und Marlboro - eine Ausstellung zu zwei grossen Riehener Künstlern mit erstmals gezeigten Dokumenten und Zeitzeugnissen.

Verein Klangraum Riehen in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Riehen

Bitte beachten Sie auch die Konzerte des Musikfestes Klangraum Riehen Marlboro:
www.klangraum-riehen.ch

Asier Mendizabal, Sin Titulo (trama 4), 2012, Installationsansicht ProjecteSD, Barcelona

Asier Mendizabal, Sin Titulo (trama 4), 2012, Installationsansicht ProjecteSD, Barcelona

Yelena Popva,The Portrait Gallery, 2013, Courtesy Cole Gallery, London & Yelena Popova

Yelena Popva,The Portrait Gallery, 2013, Courtesy Cole Gallery, London & Yelena Popova

Futures of the Past

Annette Amberg, Asier Mendizabal und Yelena Popova im Dialog
18. Mai bis 23. Juni 2013

Kuratiert von: Heidi Brunnschweiler und Dominique Mollet

Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler beschäftigen sich in aktuellen Arbeiten vermehrt mit unerfüllten Versprechen des 20. Jahrhunderts. Sie überdenken zentrale Momente der Geschichte und erkunden deren Bedeutung für die Gegenwart.
In der Ausstellung Futures of the Past werden Arbeiten von Annette Amberg (1978, arbeitet in Zürich und Basel), Yelena Popova (1978, lebt und arbeitet in Nottingham, UK) und Asier Mendizabal (1973, lebt und arbeitet in Bilbao) im Dialog gezeigt. Ausgehend von unterschiedlichen biografischen Erfahrungen suchen die drei Künstler wirkungsreiche Momente der Vergangenheit auf. Sie interessieren sich für die Kristallisationspunkte idealer menschlicher Gemeinschaften und untersuchen ihr nicht eingelöstes Potenzial.
In ihren Installationen und ortspezifischen Arbeiten beschäftigte sich Annette Amberg bisher mit der Bedeutung der modernistischen Architektur für den Aufbau einer Zivilgesellschaft in Kambodscha in den 1960er Jahren. Die Erkundung von materiellen Überresten und historischen Ablagerungen führt auch in der neuen Filmarbeit zu einem vielschichtigen Formprozess, der den untersuchten Ort abstrahiert zu vergegenwärtigen vermag.
Asier Mendizabal untersucht Formen der Repräsentation von Kollektiven, die von den medialen Eigenschaften von Fotografie und Film beeinflusst sind. Durch einen Abstraktionsprozess schafft er in der Auseinandersetzung mit diesen Darstellungsformen Collagen, Drucke und Skulpturen. Als unsichere Bedeutungsträger legen sie den Konstruktionscharakter von sozio-politischer Bedeutungszuschreibung offen.
Yelena Popova setzt sich in ihren Arbeiten mit der Frage auseinander, wie verdrängten Aspekten der Geschichte Sichtbarkeit verliehen werden kann. Im Film-Essay Unnamed (2011/2012) untersucht sie die fragwürdigen gesellschaftsutopischen Prämissen der geheimen nuklearen Forschungsstätte der ehemaligen Sowjetunion. In den Gemäldeinstallationen thematisiert sie jene Wertesysteme, die vormodernen und gegenwärtigen Kunstpräsentationen zugrundeliegen.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die grosszügige Unterstützung von:
Acción Cultural Española, Arts Council England; Ernst Göhner Stiftung; kulturelles.bl; Kanton-Basel-Stadt, Kultur; Merian Iselin, Klinik für Orthopädie und Chirurgie; Stiftung Roldenfund, Basel; Union Bancaire Privée, UBP, SA, Basel
Die Arbeit von Annette Amberg wurde grosszügig unterstützt von: Erna und Curt Burgauer Stiftung Zürich; Istituto Svizzero Roma; Patronagefonds für junge Schweizerkünstler, Basel

Mein Revier│My Territory

Arbeiten und Routen│Works and Itinerary
23. März bis 28. April 2013


Kuratiert von: Isabel Halene und Sue Irion.

Unter diesem Titel versammelt die Ausstellung künstlerische Positionen von in Basel als auch international tätigen Künstlern, die ihre Wirkung aus der Reibung an öffentlichen Räumen entfalten.

Die Arbeiten nehmen Stellung an Orten und Nichtorten. Ihre Verfasser entwickeln die Themen aus ihren Beobachtungen gesellschaftlich relevanter Ereignisse und gesellschaftlicher Strukturen, aus ihrer Auseinandersetzung mit sozialen Machtstrukturen und territorialen Besitzansprüchen. Sie tragen sie hinein in den musealen Raum oder sie erarbeiten sie ausserhalb des geschützten Kunst-Kontexts. Sie bedienen sich unterschiedlichster Media und strategischer Ansätze.

Welche Lesarten eröffnen die Arbeiten später, woanders und ausserhalb des hermetisch geschlossenen Kreises ihres Publikums?

Die Ausstellung präsentiert und dokumentiert Werke sowie Routen zu ausgewählten Arbeiten im Basler Umfeld.

Künstlerinnen und Künstler:
Thomas Baumgärtel; Anne-Lise Coste; EDWIN collection: Daniel Bossart, Dag, DARE Sigi von Koeding; Delta, El Mac, M-City; Mark Handforth; Algis Kizys; Daniel Künzler; Harald Naegeli; Pop – Up Press; Ulrich Schwarz; David Josef Tamargo mit Matthias Willi

 

Durch das Pfauenauge

Gwen van den Eijnde
18. Januar bis 24. Februar 2013

Kuratiert von: Isabel Halene

Einen Tag vor der Museumsnacht eröffnet der Kunst Raum Riehen die Ausstellung "Durch das Pfauenauge" des Pariser Künstlers Gwen van den Eijnde (geb. 1981). 

"Le lion habillé en fleur", "Pam-Pam", "L'obélisque" sind drei fiktive Figuren, die im Mittelpunkt der Ausstellung stehen. Die Figuren führen die Verwandlungstraditionen verschiedenen kulturellen Ursprungs weiter, so der griechischen Mythologie oder des japanischen Kabuki der Edo Epoche. Ihre Titel in französischer Sprache verweisen auf die Tradition der Pariser Haute Couture. Van den Eijnde, der bildende Kunst in Strasbourg und angewandte Kunst in Roubaix studierte, lehrt nach Aufenthalten in New York, Stuttgart und Warschau und neben seinen Engagements für Petit h, Hermès, Paris, sowie an verschiedenen Bühnen Frankreichs seit einem Jahr an der HEAR in Mulhouse. Bei seinen Aufenthalten im Elsass recherchierte er die Archive des "Musée de l'Impression sur Etoffes de Mulhouse" und die Sammlung der Basler Seidenbänder des Historischen Museums Basel. Er entwickelt die Kostüme über Prototypen aus Papier in die tragbare Form aus Stoffen, die er teils aus der Industrie oder als Rohware bezieht, bedruckt oder perforiert und für die Bewegung auf den Körper arbeitet.

Die zum Auftakt der Ausstellung zuerst zerlegten und später drapierten aufwendigen Bekleidungen verwandelt der Künstler während der Museumsnacht (18.01. 18-02 Uhr), begleitet vom Sound des südkoreanischen Klangkünstlers Jae-Ho Youn, in bewegte Skulpturen. Einstudierung Choreographie mit Jean-Baptiste Veyret-Logerias, Filmische Dokumentation, Marcel Wehn, Maske, Stella von Senger.

Kunst Raum Riehen | Im Berowergut, Baselstrasse 71 | 4125 Riehen | Tel. +41 (0)61 641 20 29 | E-Mail: kunstraum@riehen.ch  | www.kunstraumriehen.ch