Arthur Gepting, Metall 14, 2011

Arthur Gepting, Metall 14, 2011

Emanuel Strässle, das Ding, 2010

Emanuel Strässle, das Ding, 2010

Regionale 13

under construction
24. November 2012 bis 6. Januar 2013

Kuratiert von: Kiki Seiler-Michalitsi

«under construction» vereint Künstlerwerke, die vorwiegend ein Bild des «im Entstehen sein», des «Unfertigen», des «Konstruierten» oder des «Zusammengesetzten» vermitteln. Aus rohen, derben Industrie- bzw. Baumaterialien entstehen Bilder, Objekte, Wandarbeiten und modellhafte Raumkonstruktionen; Zeichnungen stellen «im Computer Entworfenes» resp. architekturähnliche Gebilde vor, kontrastieren mit fotografischen Verwandlungen und malerischen Bildgestaltungen, mit kunstgeschichtlichen Anlehnungen

 

Künstlerinnen und Künstler: Marc Breu, Peter Brunner-Brugg, Barbara Bugg, Colin Champsaur, Katja Colling, Sebastian Dannenberg, Ariane Faller u. Mateusz Budasz, Franziska Furter, Arthur Gepting, Rodrigo Hernàndez, Jean-Claude Houlmann, Matthias Huber, Christina Hunziker, Stefan Jeske, Florian Köhler, Viktor Korol, Max Leiß, Lena Lengsfeld, Catrin Lüthi K, Jon Merz, Natalie Obert, Anselm Orasch, Ben Öztat, Uta Pütz, Olaf Quantius, Oliver Schuss, Julia Sinner, Jens Stickel, Emanuel Strässle, Daniel Wogenstein

Diana Dodson, "Vogelhaus" 2011, Öl/Acryl auf Holz

Diana Dodson, "Vogelhaus" 2011, Öl/Acryl auf Holz

: Reto Leibundgut, 2012, "Die Verzückung des Hl. Hugo", Kartause Ittingen, Holz/Leder/Polstermaterial

: Reto Leibundgut, 2012, "Die Verzückung des Hl. Hugo", Kartause Ittingen, Holz/Leder/Polstermaterial

Whispering Tree

Diana Dodson │ Reto Leibundgut
28. September bis 4. November 2012


Die Doppelausstellung im Herbst gilt den seit ein paar Jahren in Basel lebenden Diana Dodson (1963) und Reto Leibundgut(1966), deren künstlerische Ansätze wesentliche Gemeinsamkeiten, wie das Einsetzen einer Vielfalt von Medien, Techniken und Materialien, sowie die Auseinandersetzung mit bestimmten Themen ambivalenten Inhalts prägen. Ihr Interesse für Manifestationen des «Häuslichen», bzw. der «Idylle» durch Aneignung und Verfremdung von Fundobjekten, die Verwandlung des Häuslichen in Naturkonstruktionen, künstliche Idylle und Naturevokationen, sowie Verschiebungen von zeitlichen und räumlichen Dimensionen bestimmen ebenfalls ihr künstlerisches Schaffen und dessen Ästhetik.

In ihren Installationen, Videoarbeiten und ihrer Malerei erkundet Diana Dodson die Domestizierung von Natur und Naturkräften, resp. prosaische Zeichen häuslicher Gemütlichkeit und Behaglichkeit, deren Künstlichkeit sich in der Wahl und Ambivalenz der Materialien entlarvt. In naturalistischer Manier entstehen des weitern beinahe monochrom wirkende Bilder, welche Machtstrukturen, das Verhältnis von Macht und Individuum befragen, bzw. Werke, die von Natur- und Alltagskatastrophen, von Technik, Wissenschaft und Kultur handeln und zwischen Realität und Illusion oszillieren.

Die Welt des «Häuslichen», ihre verwegene Nähe zum «Bürgerlichen», zum Kitsch und ihr Verhältnis zur Natur bilden auch den Kern von Reto Leibundguts Schaffen. Mit Möbeln und Objekten aus dem vertrauten häuslichen Kontext, wie Gobelin-Teppiche, Wandverkleidungen, Holzintarsien, Ledersofas und trivialem Verpackungsmaterial entstehen Werke von erotischen Anspielungen und ambivalenten Stimmungen, schillernde Naturevokationen und ornamentale Stillleben, sublime Gesten des Erhabenen in gekonnter einheimischer handwerklicher Tradition, deren «Fake» sich im «Trashigen» der Materialien, in der Schäbigkeit der Oberflächenbeschaffenheit entpuppt und Aspekte der Gegenwartskultur offen legt.

Kuratiert von:
Kiki Seiler-Michalitsi

Bühne auf umgekehrten Bunkern, Tirana

Bühne auf umgekehrten Bunkern, Tirana

Bühne bei Nacht

Bühne bei Nacht

Typisch albanisches Wohnzimmer (Fotomontage)

Typisch albanisches Wohnzimmer (Fotomontage)

Concrete In Common

Albania's Bunker Legacy
16. August bis 7. September 2012

Während seiner totalitären Herrschaft in Albanien, einem der ärmsten Länder Europas, liess Diktator Enver Hoxha von 1945 bis zu seinem Tode 1985 in die Errichtung von hunderttausenden Bunkern aus armiertem Beton investieren. Bis zum heutigen Tag finden sich an die 750‘000 Bunker über die Landschaft Albaniens verstreut – in den Bergen, auf den Feldern, an Stränden und an Strassenrändern. Die Bauten und ihre absurde, allgegenwärtige Präsenz haben sich in das Bewusstsein der Albanerinnen und Albaner eingeprägt. Enver Hoxha sorgte durch sein fiktives Bedrohungsszenario bei der Bevölkerung für Einschüchterung und Hass, indem er sie mit der „Notwendigkeit“ konfrontierte, das Land nach aussen gegen seine „Feinde“ zu verteidigen. Der isolierte politische Zustand Albaniens währte über 40 Jahre lang und führte nicht nur zu einer extremen Form der Verschanzung gegen die restliche Welt, sondern leistete auch einen wesentlichen Beitrag zur Armut des Landes. Zwanzig Jahre nach einer politischen Wende sind unzählige Bunker heute stumme Zeugen, Mahnmale dieser Vergangenheit und zugleich Zeichen der grossen Herausforderungen der Zukunft.

In der Ausstellung CONCRETE IN COMMON, Albania’s Bunker Legacy im Kunst Raum Riehen gehen die Kuratoren Niku Alex Mucaj und Elian Stefa den unübersehbaren und den unsichtbaren Auswirkungen nach, welche die Bunker auf die albanische Landschaft – und Gesellschaft – haben. Ausser die Bunker anhand von Bauplänen, Fotos und Modellen zu dokumentieren und durch vielfältige Literatur- und Filmbeiträge von Historikern und Journalisten eine Annäherung an die Thematik zu ermöglichen, versetzen sie den Besucher zunächst eins zu eins in ein albanisches Wohnzimmer mit Einheitsmobiliar und damit für einen Augenblick zurück in die kommunistische Zeit.

Den Höhepunkt der Ausstellung bildet eine Live-Schaltung zwischen Tirana, der Hauptstadt Albaniens, und Riehen. Am 15. August 2012, bei einem Auftritt von einer Open-Air-Bühne in Tirana, welche aus Fragmenten von Bunkern konstruiert ist, vor dem Publikum an beiden Orten wird der Kunst Raum Riehen über alle Grenzen hinweg zum Satelliten der Aufführung in Tirana. Der Mitschnitt wird später in der Ausstellung zu sehen sein.Zu den Bunkern ist ein Buch erschienen, das dem Publikum an der Vernissage vorgestellt wird und in der Ausstellung ausliegt.

Die Ausstellung basiert in Teilen auf dem Projekt Concrete Mushrooms der albanisch-stämmigen und in Mailand wohnhaften Architekten Elian Stefa & Gyler Mydyti, (ausgewählt auch als Beitrag Albaniens an der Architekturbiennale in Venedig 2012, „Common Ground“), und auf Konverskene/converscene (Projekt von Niku Alex Mucaj in Zusammenarbeit mit dem albanischen Off Space Tirana Ekspres) welches die Transformation der Bunker zur Open-Air-Bühne thematisiert.

Kuratiert von:
Niku Alex Mucaj und Elian Stefa
Mit:
Alicja Dubrocka, Concrete Mushrooms, Ilir Kaso, Leonard Qylafi, Konverskene/Converscene, Violana Murataj

Boris Rebetez. Antichambre

Bernhard Hegglin
26. Mai bis 1. Juli 2012

Nach der letztjährigen Sommerausstellung 'Really what is not. And that is' mit Karin Hueber und Emilie Ding werden 2012 zwei Künstler parallel je eine Einzelausstellung präsentieren. Der junge Schweizer Künstler Bernhard Hegglin (*1989, lebt in Zürich) wird das Erdgeschoss des Kunstraumes bespielen. Die Interventionen des Künstlers oszillieren zwischen bereits vorhandenen und neu gesetzten Spuren, Beginn und Ende des künstlerischen Prozesses sind uneindeutig. Im ersten und zweiten Obergeschoss entsteht eine Ausstellung in Kooperation mit dem Basler Künstler Boris Rebetez (1970 in Lajoux geboren), dessen Arbeiten zentral um räumliche Fragen kreisen, die er in Zeichnungen, Collagen und Skulpturen aufnimmt und verarbeitet.

Kuratiert von:

Reto Thüring und Andreas Mattle.

Atelier Hauert-Reichmuth

Atelier Hauert-Reichmuth

Daniel Göttin, Kunstraum Oktogon Bern

Daniel Göttin, Kunstraum Oktogon Bern

Juxtaposition

Atelier Hauert-Reichmuth, Daniel Göttin
31. März bis 6. Mai 2012

Das Atelier Hauert-Reichmuth und Daniel Göttin präsentieren ihre Arbeiten in der Ausstellung Juxtaposition. Dieser lateinische Ausstellungstitel bezeichnet zwei Dinge oder Befindlichkeiten, die sehr nahe beieinanderliegen, aber voneinander unabhängig sind oder sich sogar völlig unterscheiden können. Dies ist bei den drei gezeigten Künstlern Daniel Reichmuth und Sibylle Hauert einerseits und Daniel Göttin andererseits der Fall. Alle drei Künstler verwenden einfache Elemente, Formen und Ausdrucksmittel. Sie arbeiten mit ähnlichen Komponenten wie Punkt, Linie oder Fläche, doch unterscheiden sie sich in ihren Intentionen.

Hauert-Reichmuth entwickeln bewegte Licht- und Klangbilder, die als reale, dreidimensionale Pixelanordnungen oder grosse Soundmembranen wie Objekte in den Raum greifen. In der Reduktion auf wenige Pixel oder auf eine sichtbare Lautsprecher-Schwingung lenken sie den Blick auf die Grundelemente der Bild- oder Klanggenerierung. Werden diese einzelnen Licht- und Klangbilder aber aneinandergereiht und in Bewegung versetzt, entstehen Raum-Zeit-Kompositionen mit narrativem Potenzial. Hauert-Reichmuth arbeiten zusammen mit Volker Böhm, Musiker und Programmierer.

Daniel Göttin beschäftigt sich mit Raum. Mit seinen Interventionen reagiert er auf Räume und erforscht deren Gesetzmässigkeiten. Dadurch entsteht ein Dialog zwischen dem Bestehenden und seinen Werken, die zum Teil neue Akzente im Raum schaffen, Raumbeziehungen entstehen lassen oder einen Dialog zwischen Werk und Architektur evozieren. Göttin verwendet für seine Interventionen oft industrielle Halbfabrikate wie Klebebänder, Papier, Schaumstoffplatten oder Holzbalken.

Die Arbeiten von Hauert-Reichmuth und Göttin weisen Gemeinsamkeiten auf, sind verschiedene Ausdrucksformen ähnlicher Überlegungen. Trotzdem berühren sie sich nur scheinbar, wie dies der Ausstellungstitel Juxtaposition umschreibt.

Kuratiert von:
Sue Irion und Dominique Mollet

 

David Adamo, ohne Titel, 2012

David Adamo, ohne Titel, 2012

Pedro Wirz/Jürg Stäuble, Nino Baumgartner, Lena Henke

Pedro Wirz/Jürg Stäuble, Nino Baumgartner, Lena Henke

If I had eight hours to chop down a tree, I would spend six sharpening my axe

13. Januar bis 19. Februar 2012

Die Ausstellung «If I had eight hours to chop down a tree, I would spend six sharpening my axe» bringt insgesamt neun international bekannte Kunst-schaffende zusammen, die sich alle mit dem Werkstoff Holz auseinandersetzen.

Die Künstler befragen den Werkstoff Holz auf seine Möglichkeiten und Bedingungen. Holz als Element von Verbindung und Trennung tritt dabei nicht bloss als Mittel, sondern Bestandteil der Gestalt in Erscheinung. So arbeiten die eingeladenen Künstler und Künstlerinnen nicht in konzeptueller Entfernung zum Gegenstand. Holz ist selbst anwesend. Wenn ein Material greifbar im Zentrum dieser Gruppenausstellung steht, soll der ausgestellte Gegenstand den Blick um so mehr auf das Substrat aus Herkunft, Methode und Aussage freigeben, auf die ‚Arbeit’ der Künstler.

Mit David Adamo (*1979), Nino Baumgartner (*1979), Benjamin Bronni (*1985), Claudia Comte (*1983), Lena Henke (*1982), Eloise Hawser (*1985), Reto Pulfer (*1983), Pedro Wirz (*1981) / Jürg Stäuble (*1948)

Kuratiert von:
Isabel Halene, Reto Thüring und Pedro Wirz

Kunst Raum Riehen | Im Berowergut, Baselstrasse 71 | 4125 Riehen | Tel. +41 (0)61 641 20 29 | E-Mail: kunstraum@riehen.ch  | www.kunstraumriehen.ch